Silberstab - Fachhandel für medionic-Silbergeneratoren

Kolloidales Silber im elektrolytischen Herstellungsverfahren

Um kolloidales Silber herzustellen, ist die Elektrolyse zur Zeit weltweit das mit Abstand gebräuchlichste Verfahren. Da es sehr preiswert und einfach zu handhaben ist, hat es sich sehr schnell vor allem bei Privatanwendern durchgesetzt.
So einfach die Herstellung scheinbar ist, so groß sind auch die Widersprüche über kolloidales Silber in Literatur und Internet bis in wissenschaftliche Kreise hinein.
Wir können an dieser Stelle natürlich keine letzte Klarheit verschaffen. Wir wollen jedoch versuchen, einige Ungereimtheiten zu beseitigen. 
AKTUELL:
Einzelne Anbieter vermischen neuerdings einfach Silberpulver mit Wasser und bewerben dieses Produkt als "Echtes kolloidales Silber", da es angeblich keine Ionen enthält. Mitunter wird dieses "Vermischen" auch noch als ein besonders aufwendiges und teures Verfahren bezeichnet! 
Bei dieser Augenwischerei wird aber unterschlagen, daß Silber in wäßriger Umgebung immer Ionen abgibt.
Außerdem wird verschwiegen, daß Silberpulver als Korrosionsschutz bis zu 30% Casein enthält. Der so entstandene "Silberschlamm" hat völlig andere Eigenschaften als das bewährte und elektrolytisch hergestellte kolloidale Silber und ist mit diesem nicht vergleichbar.
Casein ist ein Protein des Milcheiweißes und verunreinigt damit stark die Silber-Dispersion. Das kann letztlich zu unerwünschten Verbindungen führen. Außerdem ist die Wirksamkeit stark herabgesetzt, weshalb dann Konzentrationen von mindestens 500ppm angeboten werden.
Kolloidales Silber (lat. argentum colloidale)
 
Im allgemeinen versteht man darunter in Wasser verteilte Silber-Partikel in der Größenordnung von ca. 1-100 nm (Nanometer = ein Millionstel Millimeter). Kolloide im Allgemeinen werden mit  1-1000 nm Größe angegeben.
Es wird häufig die Brownsche (Molekular-) Bewegung genannt, um die Eigenbewegung und den Erhalt des Schwebezustandes der Partikel zu begründen. Hier stellen sich jedoch die ersten Fragen.
 
Sogenannte Silber-Partikel treten in unterschiedlicher Form auf:
  • als Silberatom
  • als eigentliches Silber-Kolloid
  • als Silber-Ion
Alle drei Formen sind in elektrolytisch hergestellter Silberdispersion (kolloidales Silber) in unterschiedlichen Anteilen vorhanden!
 
Silberatome sind elektrisch neutral und stoßen sich nicht voneinander ab. Hier greift vorübergehend die Brownsche Bewegung zur Erklärung der Eigenbewegung. In wieweit diese einzeln auftreten oder sich zu Clustern sammeln (und dann als Kolloid bezeichnet werden) wäre noch zu klären.
 
Silberkolloide sind die kleinsten Bestandteile der Materie nach dem Atom und bestehen aus wenigen bis mehreren Tausend Atomen. Auch sie sind elektrisch und chemisch neutral (!) und stoßen sich nicht gegenseitig ab. Auch hier wird die Brownsche Bewegung als Ursache für die Eigenbewegung genannt. Dieses ist jedoch eher fraglich, da größere Silberpartikel mit einem zehn mal höherem Gewicht als Wasser wohl kaum noch durch thermischen Antrieb in der Schwebe gehalten werden können. Weshalb sie dennoch nicht oder nur äußerst langsam zu Boden sinken, kann möglicherweise durch die Kolloidforschung von Wilfried Hacheney erklärt werden.
 
Silberionen sind Silberatome mit einem fehlenden Elektron in der Atomhülle. Damit besitzen Sie eine positive Ladung und können sich chemisch binden und in einer Suspension gegenseitig abstoßen. Welche Eigenschaften die die Ionen umgebende Hydrathülle hat, kann hier nicht geklärt werden. Möglicherweise verhindert gerade diese weitestgehend die Verbindung der Silberionen mit anderen Stoffen.  
! Silber-Ionen werden von metallischem Silber ständig in wäßriger Umgebung freigesetzt. Sie sind die Ursache für die dem Silber nachgesagten Wirkungen. Fast alle Anwendungen des Silbers in Medizin und Technik beruhen auf den Wirkungen der Silber-Ionen!

Konzentration
 
Die Konzentration wird in der Regel in ppm (parts per million) angegeben. Das bedeutet 1 Wirkstoffanteil (Silber) auf 1 Million Lösungsstoffanteile (Wasser), eine oft verwirrende Angabe. Da sich diese Angabe aber auf die Gewichtsanteile der beteiligten Stoffe (Metalle) bezieht, ist dies bei kolloidalem Silber gleichzusetzen mit Milligramm pro Liter (mg/l).
25 ppm bedeuten also: 25 mg Silber in 1 Liter Wasser (100 ml Wasser enthalten demzufolge 2,5 mg Silber).
Konzentrationsmessung
 
Die Konzentration fertiger Metall-Dispersionen ist für den Laien nicht meßbar. TDS-Meter sind untauglich, da sie die Leitfähigkeit von Lösungen messen und somit nur gelöste Ionen erfassen. Die unterschiedlichen Partikel haben verschiedene Einflüsse auf die Leitfähigkeit. Den größten Einfluß haben Ionen.
Die Leitfähigkeit des Wassers vor der Herstellung bleibt außerdem unberücksichtigt und kann durchaus um den Faktor 100 schwanken.
Hier sei angemerkt, daß auch viele Labors lediglich den gelösten Silber-Anteil (also nur Ionen) bestimmen können.

Partikelgröße
 
Die Angabe einer Partikelgröße in der Suspension (z. Bsp. 10 nm) ist grundsätzlich falsch. Wie bereits aus der obigen Beschreibung der Partikel hervorgeht, können diese nie in einer einzigen Größe auftreten. Es kann sich immer nur um einen Größenbereich handeln (z. Bsp. 10-100 nm oder < 100 nm). Aber auch solche Angaben unterliegen meßtechnisch bedingten Schwankungen.

Herstellung
 
Kolloidales Silber kann in unterschiedlichen Verfahren hergestellt werden. Die bekanntesten sind:
  • Reduktion von Silber-Salzen, ein chemisches (auch chemisch-elektrolytisches) Verfahren, welches für die meisten Anwender nicht durchführbar ist. Nach unserem Wissensstand enthält das fertige Produkt ebenfalls Kolloide und Ionen. Über die anschließende Reinheit ist uns nichts bekannt.
  • Mechanisches Vermahlen in speziellen Mühlen. Da Silber mit dem in der Luft enthaltenen Schefelwasserstoff an der Oberfläche reagiert (Bildung von Silbersulfid), werden die Partikel von manchen Herstellern mit Casein ummantelt. Damit ist es jedoch für viele Anwendungen nicht geeignet.
  • Elektrolytische Herstellung mit sogenannten Silber-Generatoren. Seitdem die Fa. Jenkner Elektronik 1997 mit der Herstellung Ihrer Marke "Ionic-Pulser®" begann, ist diese Herstellungsform inzwischen am meisten verbreitet und soll im Folgenden näher betrachtet werden.
Keinesfalls ist es möglich, mit einem beliebigen Strom, etwas Silber und Wasser kolloidales Silber herzustellen. Dessen Herstellung ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Um eine entsprechend hohe Reinheit der Dispersion zu erreichen, müssen die Elektroden einen Feinsilbergehalt von mindestens 99,99% besitzen. Das Wasser muß destilliert (entmineralisiert) sein und einen Leitwert von 10 µS/cm oder kleiner aufweisen.
Die verwendeten Silbergeneratoren müssen zahlreiche Parameter berücksichtigen:
  • Herstellungszeit
  • Stromstärke und Stromdichte
  • Spannungsarten und Spannungshöhe
  • Elektrodenabstand, Elektrodenoberfläche und deren Veränderung
  • Verhältnis von Temperatur und Leitfähigkeit
  • Oxydationsverhalten und Änderung der Oberflächenoxydation
  • Ausgangsleitwert des Wassers und Änderung des Wasserleitwertes
  • Ausgangstemperatur des Wassers und Änderung der Wassertemperatur
  • Abhängigkeit der Partikelgröße von Spannung, Strom, Materialdichte, Temperatur und Zeit
Erst wenn all diese und noch etliche weitere Parameter berechnet und in ein eindeutig definiertes Verhältnis zueinander gebracht sind, ist die Herstellung einer reinen und reproduzierbaren Silber-Dispersion möglich!
Es sind also nicht nur umfangreiche Fachkenntnisse in den Bereichen Elektronik, Physik und Chemie erforderlich, sondern auch entsprechende Erfahrungen und letztlich die technischen Voraussetzungen, um Geräte zu entwickeln, die diesen Anforderungen gerecht werden.
 
Die einzigsten uns bekannten Geräte, die diesen Anforderungen vollständig gerecht werden, sind die Silbergeneratoren "Ionic-Pulser®" von Medionic (Jenkner Elektronik).
Tyndall-Effekt
 
nach dem irischen Physiker John Tyndall
 
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